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Die dänische Küche – rustikal, dennoch exklusiv

Die skandinavischen Länder haben es uns Deutschen allesamt angetan. Nicht nur als Urlaubsland, wo man sich mit der ganzen Familie im urigen Ferienhaus am See gleich zuhause fühlt. Die umgebene, ursprüngliche und wilde Natur schätzen und lieben viele Urlauber. Wo sich Bären und Elche gute Nacht sagen und wo wilde Flussläufe und Stromschnellen zum Angeln einladen. Die Strände und Küsten, die zum Baden und Relaxen einladen.

Ob Schweden, Norwegen oder Dänemark: Skandinavische Gefilde stehen ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala der Deutschen. Und dreht es sich um die gute und vor allem traditionelle Küche, dann sehen auch hier viele Genießer die skandinavische Küche ganz weit vorn. Denn allen voran ist besonders die dänische Küche einzigartig, äußerst schmackhaft und wird von vielen Kennern besonders geschätzt.

Das Herz Dänemarks: Kopenhagen

Kopenhagen. Wer einmal in der Hauptstadt Dänemarks war, wird von ihrem einzigartigen Charme geradezu magisch angezogen und kommt so schnell nicht mehr von ihr los. Die pulsierende Stadt Kopenhagen und ihre Gastronomie zieht nicht umsonst viele Gourmets aus aller Welt in ihre Kulinarik-Tempel. Denn hier vereinen sich wie an vielen Orten in Dänemark ganz besonders der Mix aus traditionsreicher Küche, wie der hoch modernen Küche, wie beispielsweise auch der Molekularküche.

Hier schlägt das Herz Dänemarks und kaum eine Stadt kann mit einer solchen Vielfalt an unterschiedlichsten Speisen sowie kulinarischen Erlebnissen aufwarten. Interessant sind vor allem Indre By, die wunderschön aufgemachte und historische Altstadt, Frederiksstaden und das Rokokoviertel mit dem Schloss Amalienborg, Residenz der königlichen Familie. Hier gibt es überall herrliche Gastronomie für fast jeden Geschmack. Das Schloss Christiansborg ist ganz nah und inmitten von den mit schönsten Gärten Europas, das prachtvolle Renaissanceschloss Rosenborg, welches unter anderem auch die Kronjuwelen beherbergt. Einkehren, Essen und Trinken kann man auch in dieser Gegend immer wieder.

Traditionell ist in

Wir lieben generell die skandinavische Küche und allen voran die Dänische. Die traditionsreiche Küche hat meist eine sehr lange Geschichte und wird von Generation zu Generation weitergegeben. So auch das den meisten als köstlich belegte Knifte “Smorrebrod”. Das mit viel Liebe zum Detail belegte Butterbrot ist eines der beliebtesten dänischen Gerichte. Und wir lieben es ebenso. Das schon im 19. Jahrhundert auf fast identisch belegte Brot, ist heute mehr denn je ein Trendsetter – und das eigentlich sogar weltweit.

Das klassische Smorrebrod wird allerdings vielerorts etwas verfälscht und variierend belegt. Smorrebrod ist oftmals sehr energiereich sowie fettig und für Menschen, die gerade Diäten durchführen, ist Smorrebrod im herkömmlichen Stil nicht so geeignet. Hier wird dann oftmals auf die etwas abgespeckte Form zurückgegriffen. Das Brot ist grob und dünn geschnitten, die Schicht Butter als Streichform ist dünner und zarter. Letztlich ist es jedem selbst überlassen, was genau auf die Schnitte kommen soll. Die Dänen lieben Fisch, Frischkäse, Pilze, Zwiebeln, Fleisch oder auch Huhn auf ihrem Brot. Garniert wird das Ganze mit Zwiebelringen, Petersilie, Schnittlauch, Bärlauch, Klee oder auch Kresse.

Mal ganz süß

Das Wienerbrod ist alles andere, als ein österreichisches Brot an sich, denn dieses Missverständnis kommt aufgrund des Namens häufiger auf. Es ist ein traditionelles, dänische Blätterteiggebäck, welches schon auf eine wirklich lange Historie zurückblicken kann. Denn erstmals um 1840 wurde dieses Gebäck von einer Wiener Bäckerin gemacht. Diese zarte und herrlich süße Gebäck wird von den Dänen also seit vielen Jahrzehnten verehrt und geliebt und darf bei Kaffeetafeln und Treffen an Nachmittagen und auch am Morgen die fehlen.

Im ganzen Land kann man also Bäckereien aufsuchen und danach fragen und man wird erstaunt sein, in wie vielen verschiedenen Arten es dieses Gebäck gibt. Die einen heißen dann unter anderem dann “Kanelsnegl” oder auch kurioserweise “Spandauer.” Ganz egal. Sie sind allesamt köstlich und lassen sich eigentlich zu jeder Gelegenheit essen und auch servieren.

Schweinebauch?

Ja! Denn das “stegt flaesk med persillensauce” beispielsweise, gehört ebenfalls zur Delikatesse der dänischen Küche und wird sehr gerne auch von Einheimischen verzehrt. Der gebraten Schweinebauch nach dänischer Art wird in feinen Scheiben mit einer köstlich frischen Petersiliensoße serviert. Dazu werden ganz traditionell Senf und Rote Bete gereicht. Man ist im ersten Moment etwas verwirrt von der Vorstellung der Geschmacksmischung, doch es gehört auf den Teller. In Dänemark ist dies unter Kategorie deftig ein absoluter Klassiker.

Somit machten die Dänen Nägel mit Köpfen und kürten es 2014 sogar zum Nationalgericht. Der Schweinebraten kann aber auch in verschiedenen Gastronomiebetrieben in Dänemark dennoch völlig verschieden schmecken. Denn die Variationen sind auch hier so vielfältig und einfallsreich, wie die Dänen es selbst sind und wie sie leben. So gibt es dieses Gericht zur Weihnachtszeit beispielsweise mit Rotkohl und ganz vielen Äpfeln. Oder auch zu anderen Festtagen des Jahres wird dieses Gericht immer wieder aufgetischt. Es schmeckt fantastisch, ist deftig, macht satt und ist mit wohl keinem anderen Gericht in dieser Kategorie vergleichbar.

Frikadeller oder Köttbullar?

Beide haben eines in sich: Gehacktes Fleisch. Die Frikadeller werden vom dänischen Volk geliebt und sind in Machart und auch Inhalt den unseren sehr verwandt und nah. Dennoch schmecken sie ein wenig anders. Sie werden mit ein paar Kräutern, zu gleichen Teilen aus Kalbfleisch und Schweinefleisch, etwas Mehl, Milch, Eier, Zwiebeln und Gewürze gefertigt zu Bällchen gerollt.

Dazu werden meist Salate gereicht und oftmals auch als Kaltspeise mit für unterwegs in die Reisetasche gesteckt. Köttbullar sind wohl sehr vielen bekannt, als leckere Fleischbällchen. Sie haben aber dennoch ihren Ursprung nicht in Dänemark, sondern in Schweden. Grundsätzlich aber unterscheiden auch sie sich kaum von der Machart wie bei herkömmlichen Fleischbällchen. Sie werden am liebsten mit süßen Soßen, wie der Preiselbeersoße, oder Dipps serviert.

Das dänische Bier muss sein

Das klassische Bier gehört irgendwie ebenfalls zum guten Essen einfach dazu. Die Dänen lieben das helle Blonde und trinken es zu jeder Jahreszeit. Besonders in den Sommermonaten findet man es auf allen Karten der schönen Außengastronomien bzw. Biergärten des Landes. Aber auch im Winter gibt es das herzhafte und köstliche Bier. Dass die Dänen ein schmackhaftes wie qualitativ hochwertiges Bier brauen können, beweisen sie nicht nur in großen Brauereien. Besonders in den vergangenen Jahren schießen überall im Königreich kleine Hausbrauereien mit eigener Herstellung wie Pilze aus dem Boden. Mittlerweile sollen sich schon rund 100 solcher Mini-Brauereien in ganz Dänemark tummeln, mit steigender Tendenz.