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Weißwein – so bleibt die Qualität erhalten

Während Rotwein mit dem Alter an Qualität gewinnt, hat Weißwein nicht so eine lange Haltbarkeitsdauer. Damit die Qualität erhalten bleibt, können kleine Maßnahmen bereits großes bewirken.

Weißwein perfekt lagern

Der Gang zum Weinkühlschrankshop lohnt sich, denn auch wenn Weißweine in Haushaltskühlschränken gelagert werden, kann die Qualität leiden. Die optimale Lagertemperatur und die Trinktemperaturen bei Weißweinen ist fast gleich und liegt bei 10 bis 12 Grad. Kühlschränke sind oft deutlich kälter eingestellt, so dass die Weißweine viel zu kalt gelagert werden.

Außerdem sollte Wein generell vor UV Einstrahlung geschützt werden. Das erklärt, warum schon der älteste Wein der Welt im Keller kühl und dunkel aufbewahrt wurde und Wein oft in farbigen Flaschen angeboten wird.

Haltbarkeit von Weißweinen

Wie lange ist Weißwein haltbar? – das ist hier die Frage. Die Haltbarkeit wird vom Säuregehalt beeinflusst. Das bedeutet, je mehr Säure, desto länger haltbar. Zusätze beim Gären oder Abfüllen, können die Haltbarkeit ebenfalls verlängern. Bekannt ist hier das Schwefeln, dass die Oxidation und Acetaldehydsbildung unterbindet und verhindert, dass Weine zu Essig werden. Und auch die Rebsorte bestimmt, wie lange Weine gelagert werden können.

Weißweine haben eine viel längere Reifezeit als Rotweine. Allerdings werden reife Weißweine kaum noch nachgefragt. Ein Riesling kann gut 7 Jahre reifen, ehe das maximale Aroma erzeugt wird. Doch die jahrelange Lagerung der reifenden Weine ist ein Kostenfaktor, so dass sich Jungweine durchsetzen, die innerhalb der ersten 1 bis 3 Jahre getrunken werden.

Offene Weine

Geöffnete Weißweine haben nur wenige Tage Haltbarkeit, ehe das Aroma stark verloren geht oder er kippt und zu Essig wird. Auch hier gilt, je säurehaltiger, desto länger kann offener Weißwein halten. Kleinere Reste verderben schneller, als Flaschen aus denen nur wenig Wein entnommen wurde. Mit ein paar Tricks, wie dem luftdichten Verschließen und kühlen lagern, kann die Haltbarkeit offener Weine noch minimal verlängert werden. Sollte Wein umgefüllt werden, um sie haltbarer zu machen, so eigenen sich hier am besten Glasflaschen.

Flaschengröße und ihr Effekt

Weine gibt es auch in kleinen Flaschen. In Baden würde man sagen: ein Viertele. Sie haben den Vorteil, dass sie schneller leer sind und das Problem der Lagerung offener Weine gar nicht erst entsteht. Zudem sind sie geeignet, Reste aus größeren Flaschen aufzubewahren. Sehr große Flaschen hingegen sind ebenfalls praktisch, weil die Menge des Weins den Verderb schon von Natur aus verlangsamt.

Wein zum Kochen verwenden

Bleiben doch Reste übrig, so können diese hervorragend zum Kochen verwendet werden. Miesmuscheln in Weinsauce sind beispielsweise sehr beliebt. Stehen die gerade nicht auf dem Speiseplan, so können Zwiebeln und Tomaten angebraten und mit Wein abgelöscht werden. Nach dem Abkühlen kann dann alles in den Tiefkühler. Das hilft nicht nur, den Wein zu retten, sondern spart auch Zeit, wenn beim nächsten Kochen nur das Eingefrorene erhitzt werden muss.

Fazit: Weißweine können theoretisch auch einige Jahre gelagert werden. Doch der Trend zu Jungweinen hat sich durchgesetzt und gereifte Weißweine werden nur wenig geschätzt. Zudem möchten viele Verbraucher unbehandelte Lebensmittel in den Produkten wissen, was den Einsatz von Substanzen, die Weine haltbarer machen, verbietet.