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Mit Facebook Ads zum Erfolg

Das Essener Unternehmen „Pottsalat“ hat sich innerhalb weniger Monate zu einem der wichtigsten Startups der Gastroszene gemausert. Alles, was es dafür brauchte, waren eine gute Idee, Beharrlichkeit und ein gutes Marketing. Sowohl Geschäftsleute als auch Privatpersonen zählen zum Kundenkreis des Salat-Lieferdienstes. Umso wichtiger war, diese breit gefächerte Zielgruppe konkret anzusprechen. Werbeanzeigen auf Facebook haben maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen.

Der Lieferservice Pottsalat.de hat sich auf die Fahne geschrieben, gesunde Salate in die Wohnzimmer und Büros der Menschen zu bringen.

Die Erfolgsgeschichte der Firma „Pottsalat“

Die Geschichte von Pottsalat.de begann 2017 mit der Idee von drei jungen Menschen. Die Mitgründerin Pia Gerigk hatte die Idee, einen Salat-Lieferservice ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit Alexandra Künne und Ben Küstner setzte sie diese Idee mitten im Ruhrgebiet – daher auch der Name „Pottsalat“ um. Während der Start des Unternehmens noch recht chaotisch lief, steht Pottsalat.de mittlerweile auf festen Beinen. Ende 2017 gab es ein großes Investment, später startete das Unternehmen eine Crowdinvesting-Aktion. So konnte Pottsalat sich durch kluge Finanzierung weiter vergrößern.

Die Zusammenarbeit mit anderen Startups gehört ebenfalls zum Erfolgskonzept dazu. So arbeitet Pottsalat.de mit easyraw.de, einem modernen und nachhaltigen Hersteller von Trockenfrüchtenzusammen und verwendet die Produkte in den Salaten und Bowls. Sich gegenseitig zu unterstützen ist für viele Startups unerlässlich und gehört zum Firmenkonzept dazu.

In einer sogenannten Ghostkitchen gibt es keinen Kundenverkehr und auch kein schickes Interieur. Stattdessen wird nur gekocht und ausgeliefert.

Was sind „Ghostkitchen“ überhaupt?

Pottsalat.de ist eigentlich keine „Ghostkitchen“ im engeren Sinne. Denn eine Ghostkitchen beziehungsweise ein Ghost Restaurant zeichnet sich dadurch aus, dass sie keine Kunden vor Ort empfangen und keinen Essbereich haben. Es gibt in der Regel lediglich eine Küche und eventuell einen Abholbereich für das Essen. Vorrangig werden die Speisen und Getränke von Ghost Restaurants über Lieferdienste und Onlinebestellungen angeboten. Das Konzept hat sich in den letzten Jahren vor allen in den USA und Großbritannien etabliert.

Pottsalat.de hat durchaus ein richtiges Ladenlokal. Die Gäste können das Essen dort abholen oder sogar vor Ort live bestellen. Allerdings verfügt Pottsalat weder über Sitzplätze für die Kunden noch eine Kundentoilette oder ähnliches. Das Hauptgeschäft ist nach wie vor der eigene Online-Shop, über den Kunden fertige Salate und Bowls sowie Extras und Eigenkreationen bestellen können.

Social Media Marketing ist unerlässlich geworden

Für Ghostkitchen und Lieferdienste im Allgemeinen sind die sozialen Medien Dreh- und Angelpunkt. Hier finden die Betreiber neue Kunden und können ihre Produkte vermarkten. Ob Facebook, Twitter oder Instagram – jedes Portal bietet Möglichkeiten, die eigene Zielgruppe anzusprechen und Neukunden zu gewinnen. Gleichzeitig ist die Vermarktung über Social Media ein weites Feld und mit viel Arbeit verbunden. Deshalb investieren vor allem junge Unternehmen und Startups in spezielle Agenturen, die sie beim Social Media Marketing unterstützen. Diese Agenturen kennen sich perfekt in der Szene aus und können konkrete Pläne erstellen, die auf das Unternehmen und dessen Zielgruppe zugeschnitten sind. Wichtig ist hierbei zunächst, die Plattformen auszuwählen und dort Profile oder Seiten anzulegen, die dann mit Leben gefüllt werden. Folgende Plattformen sind derzeit erfolgreich und bieten sich für Social Media Marketing an:

  • Facebook
  • Instagram (vor allem Bilder und Videos)
  • Twitter
  • Tiktok

Eine eigene Website ist unerlässlich, um das Marketing zu unterstützen. Außerdem benötigen Unternehmen, die Profile in den sozialen Netzwerken betreiben, ein Impressum, auf das sie verweisen können. Dieses ist in der Regel auf der Homepage verlinkt und kann von den sozialen Netzen aus problemlos erreicht werden.

Bezahlte Anzeigen auf Facebook und Co.

Neben natürlichen Inhalten gibt es in den sozialen Medien die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten. Dies ist zunächst nicht besonders kompliziert, sollte aber trotzdem gut durchdacht sein. Denn es kann schnell passieren, dass die Werbeanzeige die falschen Menschen erreicht, die nicht zur eigenen Zielgruppe gehören. So gilt es, zunächst einedetaillierte Zielgruppenanalyse durchzuführen. Denn alle typischen Kriterien einer solchen Analyse lassen sich später bei der Planung der Werbeanzeige verwenden. Dazu gehören:

  • Alter oder Altersdurchschnitt
  • Wohnort oder Postleitzahlengebiet
  • Radius
  • typische Interessen

Außerdem lassen sich Facebook-Werbeanzeigen an bereits bestehende Fans der Seite oder an deren Freunde ausspielen. Vor allem Gewinnspiele oder besondere Rabatte sind dafür geeignet. So binden Unternehmen die bestehenden Kunden an sich. Pottsalat hat immer wieder Gewinnspiele für die Follower auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken veranstaltet, sodass nicht nur neue Fans hinzugekommen sind, sondern die bestehenden Follower sich wieder an das Unternehmen erinnert haben.

Sollen durch eine Werbeanzeige neue Kunden geworben werden, ist es wichtig, ein interessantes Angebot zu schaffen. Dafür ist der Inhalt der Anzeige entscheidend. Ein Foto oder Video, das einen Einblick in das Unternehmen gibt, ist unerlässlich. Am Beispiel Pottsalat.de bedeutete das, dass die Facebook-User zusehen konnten, wie Salate zubereitet werden oder eine Tour durch das Lokal bekamen. So sind sie nah dran und können sich ein Bild von Pottsalat.de machen.

Das Budget der Werbeanzeige ist ebenfalls entscheidend. Denn jede Werbeanzeige kostet Geld. Dabei berechnet Facebook die Kosten daran, an wie viele Menschen die Werbung ausgespielt werden soll und wie lange die Anzeige online bleiben soll. Unternehmen können sich entweder für ein Gesamtbudget entscheiden oder ein Tagesbudget festlegen. Ein Gesamtbudget wird automatisch gleichmäßig auf die Laufzeit der Anzeige aufgeteilt. Es ist natürlich jederzeit möglich, die Laufzeit zu verlängern oder das Budget noch einmal zu erhöhen.

Es gibt also viele Punkte zu beachten, um eine erfolgreiche Werbeanzeige auf Facebook zu schalten. Social Media Marketing Agenturen kennen sich genau aus und wissen, wie sie am meisten aus der Werbung herausholen können. Auch die Menge der Werbung ist entscheidend. Wer zu viele Anzeigen schaltet, wird automatisch unbeliebter. Der natürliche Content sollte überwiegen und den Usern Mehrwert bieten.

Essen per Lieferkurier wird immer beliebter. Viele Restaurants setzen auf große Lieferdienste und Onlinebestellungen.

Wie aus einer regionalen Marke …

… ein überregionales Angebot wird

Im Dezember 2019 fand die Eröffnung der zweiten Pottsalat-Filiale in Dortmund statt, mittlerweile umfasst das Liefergebiet der Essener Filiale auch Teile von angrenzenden Stätten. 2020 zog das Unternehmen vom beschaulichen Stadtteil Holsterhausen mitten in die Innenstadt. Der neue Standort bietet noch mehr Platz, sodass Pottsalat.de das Angebot nach und nach erweitern kann. Mittlerweile bietet Pottsalat die Möglichkeit, als Franchisenehmer in das Unternehmen mit einzusteigen.

So können bezahlte Werbeanzeigen den Bekanntheitsgrad auch überregional steigern. Die Nachfrage bestimmt hier selbstverständlich das Angebot. Konkret bedeutet das: Pottsalat.de hat immer wieder Anfragen von Interessierten erhalten, die nicht im Liefergebiet gewohnt haben. Das zeigte, dass auch in anderen Städten ein Bedarf an gesunden Salaten per Lieferservice vorhanden ist. Und dieses Wissen führte letztendlich zur Expansion nach Dortmund.

Bilder:
Abb. 1: Pixabay.com © HNBS (CC0 Creative Commons)
Abb. 2: Pixabay.com © Free-Photos (CC0 Creative Commons)
Abb. 3: Pixabay.com © wal_172619 (CC0 Creative Commons)