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Hotel Kennzahlen

Wir haben Ihnen nachfolgend die wichtigen KPI (Key Performance Indicators – Kennzahlen) des Hotel Sektors zusammengestellt inklusive jeweils einer Erklärung und deren Berechnung.

Was sind eigentlich KPI im Hotelbereich?

KPI bedeutet Key Performance Indicators also so viel wie Leistungskennzahl. Im Deutschen sagen wir eher betriebliche Kennzahlen dazu. Hotel KPI sind eine Reihe von Kennzahlen, die Aussagen über die wirtschaftliche Leistung des Hotels zulassen. Sie geben Auskunft über den aktuellen Stand sowie eindeutige und klar ablesbare Entwicklungen. Sie sind für die Bewertung und Beurteilung des Erfolgs eines Hotels unerlässlich.

Die Hotelkennzahlen sind in 4 Gruppen unterteilt:
1. Zimmer (Rooms)
2. F&B
3. Weitere Abteilungen
4. Finanzkennzahlen (Profitabilität, Liquidität…)

>>> Kennzahlen für die Gastronomie wie Wareneinsatz, Belegung des Restaurants tec. finden Sie hier.

1. Zimmer (Rooms)Tab 11a. Zimmer in der Vergleichsgruppe2. F&B3. Weitere Abteilungen4. Finanzkennzahlen

ARR

Durchschnittliche Zimmerrate
(Average Room Rate – ARR)

Die ARR ist vergleichbar mit der ADR wobei aber die ADR immer auf Tagesbasis berechnet wird – die ARR hingegen kann auch für Wochen, Monate, Quartale oder Jahre berechnet und genutzt werden.

Wie wird die ARR berechnet?
Umsatz Zimmerbereich (ohne Frühstück) / Anzahl belegter Zimmer

ARG

Durchschnittsrate je Gast
(Average Rate per Guest – ARG)

Da es in Hotels oft auch Doppelzimmer, Dreibettzimmer oder sogar mehr gibt, ist die ARG aufschlussreich um den durchschnittlich pro Gast (Bett) bezahlten Übernachtungspreis zu berechnen. Dabei ist es nicht von Vorteil, wenn sich Gäste die einen Preis unterhalb dieses Durchschnitts bezahlt haben und Gäste die einen Preis oberhalb des Durchschnitts bezahlt haben miteinander austauschen. Dies kann zu “Ärger” und Beschwerden führen.

Wie wird die Kennzahl berechnet?
ARG = Umsatz Zimmer (ohne Frühstück) / Anzahl belegter Betten

RevPAR / ARR

Umsatz je verfügbarem Zimmer
(Revenue Per Available Room – RevPAR // Average Room Rate – ARR)

Eine Basis-Kennzahl die als einer der Klassiker aller Kennzahlen gesehen wird. Von ihr lassen sich Aussagen über den Erfolg des Hotels in einem bestimmten Zeitraum treffen. Diese Kennzahl eignet sich ideal dazu, um einen Zeitraum mit einem anderen zu vergleichen, oder auch mit anderen Hotels in seiner Vergleichsgruppe.

Wie berechnet man diese Kennzahl?
Umsatz Zimmer (ohne Frühstück) / Anzahl verfügbarer Zimmer

TRevPAR

Gesamtumsatz je verfügbarem Zimmer
(Total Revenue Per Available Room – TRevPAR)

Durch diese Kennzahl erhält man Einblick in das Potential des Hotels. Wie viel kann theoretisch pro Tag erreicht werden und was wurde tatsächlich im definierten Zeitraum erreicht. Insbesondere für Investoren ist diese Kennzahl von großer Bedeutung.

Wie berechnet man die Kennzahl?
Gesamtumsatz / Anzahl verfügbarer Zimmer*

* verfügbare Zimmer = Anzahl aller Zimmer im Haus abzüglich gesperrter Zimmer z.B. wegen Renovierung

RevPOR

Umsatz je belegtem Zimmer
(Revenue Per Occupied Room – RevPOR)

Im Gegensatz zum RevPAR, gibt diese Kennzahl Auskunft über den erbrachten Umsatz der tatsächlich belegten Zimmer innerhalb der Zeitperiode. Wie erfolgreich ist das Hotel tatsächlich, nachdem ein Gast das Haus betreten hat?

Wie berechnet man diese Kennzahl?
Gesamtumsatz (alle Bereiche) / Anzahl belegter Zimmer

TRevPOR

Gesamtumsatz je belegtem Zimmer
(Total Revenue per Occupied Room – TRevPOR)

Anhand dieser Kennzahl erkennen Sie, wie viel Umsatz Sie per Gast machen, der tatsächlich in Ihrem Hotel übernachtet. Dies lässt zudem Rückschlüsse auf den Umsatz anderer Abteilungen (nicht Rooms) zu. Insgesamt erkennen Sie, wie erfolgreich Ihr Haus ist und welche Zusatzumsätze generiert werden. Ist es vielleicht notwendig, Zusatzumsätze zu forcieren?

Wie berechnet man die Kennzahl?
Gesamtumsatz (Rooms + F&B + Sonstige Umsätze) / Anzahl belegter Zimmer

TRevPeG / ABR

Gesamtumsatz je Gast
(Total Revenue per Guest – TRevPeG // Average Bed Rate – ABR)

Diese Kennzahl hängt unmittelbar mit der vorangegangenen zusammen. Bei der Kennzahl “Gesamtumsatz per Gast” wird zudem die Bettenbelegungsquote mit berücksichtigt. Sie gibt also zusätzliche Informationen zu der Doppel- oder Mehrfachbelegung des Hotels.

Wie berechnet man die Kennzahl?
Gesamtumsatz (Rooms + F&B + Sonstige Umsätze) / Anzahl Gäste

ProfPAR

Gewinn je verfügbarem Zimmer
(Profit Per Available Room – ProfPAR)

Wie viel Gewinn hat das Hotel je verfügbarem Zimmer erzielt? Dabei wird der operative Umsatz zu grunde gelegt ohne Berücksichtigung von Abschreibungen, etc.

Wie berechnet man diese Kennzahl?
Operativer Gewinn (pro Monat, Quartal oder Jahr) / Anzahl verfügbarer Zimmer (analog: pro Monat, Quartal oder Jahr)

NetRevPAR

Bereinigter Umsatz je verfügbarem Zimmer
(Net RevPAR)

Im Gegensatz zum klassischen RevPAR wird bei dieser Kennzahl der Umsatz um die Vertriebskosten bereinigt – also Kommissionen, allgemeine Vertriebskosten sowie Transaktionsgebühren. Durch die Bereinigung erhält man eine bessere, klare Vorstellung über die Entwicklung des Bereichs Rooms. Eine wichtige Kennzahl für die Umsatzmanagement Strategie. Leider ist diese Kennzahl nicht ganz so leicht ´zu berechnen, weil die Vertriebskosten nicht so einfach zu ermitteln sind.

Wie wird diese Kennzahl berechnet?
(Umsatz Zimmerbereich – Vertriebskosten) / Anzahl verfügbarer Zimmer

ADR

Durchschnittliche Tagesrate
Average Daily Rate – ADR

Eine der bekanntesten Kennzahlen im Hotelbereich überhaupt. Man misst mit ihr die Gesamtleistung des Hauses (Performance) um sie mit anderen Hotels innerhalb der Vergleichsgruppe vergleichen zu können.

Wie berechnet man die ADR?
ADR = Umsatz Zimmer (ohne Frühstück) / Anzahl belegte Zimmer*

*hierbei werden intern genutzte und comp Zimmer nicht berücksichtigt.

RGI

Umsatz Vergleichsindex
(Revenue Generation Index – RGI // auch ADI Average Daily Rate Index)

Diese Kennzahl vergleicht den Umsatz je verfügbarem Zimmer (RevPAR) mit dem Durchschnittsumsatz je verfügbarem Zimmer innerhalb der Vergleichsgruppe. Daraus lässt sich ableiten, ob das eigene Haus einen fairen Marktanteil erhält.

Wie wird der RGI berechnet?
Eigener RevPAR (Umsatz je verfügbarem Zimmer) / Total RevPAR aller Hotels in der Vergleichsgruppe

Ist das Ergebnis 1 bedeutet dies, dass der eigene RevPAR genau im Durchschnitt liegt.
Ist das Ergebnis größer als 1: Der eigene RevPAR ist höher als der Durchschnitt.
Ist das Ergebnis kleiner als 1: Der eigene RevPAR ist kleiner als der Durchschnitt.

RevPAR Index

Umsatz je verfügbarem Zimmer INDEX
(RevPAR Index)

Eine Kennzahl die auf dem REVPar aufgebaut ist und als Index eine Vergleichskennzahl darstellt. Verglichen wird hierbei der Erfolg des eigenen Hauses mit dem anderer Häuser aus seiner Vergleichsgruppe.

Der RevPAR Index zeigt die Unterschiede zur Vergleichsgruppe auf. Liegt man zum Beispiel 20% unter seinen Mitbewerbern, so kann man durch Marketingmaßnahmen und Verkaufsaktivitäten in dieser Richtung mehr Umsatz generieren und seinen Mitbewerbern wieder näher rücken.

Wie berechnet man den RevPAR Index?
Eigener RevPAR / Gesamt RevPAR aller Hotels aus der Vergleichsgruppe

MPI

Markt Durchdringungs Index
(Market Penetration Index – MPI)

Hierbei wird die Hotelbelegung mit der durchschnittlichen Hotelbelegung der anderen Hotels in der Vergleichsgruppe berechnet. Dies gibt Aufschlüsse über den eigenen Marktanteil.

Wie wird diese Kennzahl berechnet?
MPI = Zimmerbelegung in % / Durchschnittliche Zimmerbelegung in der Vergleichsgruppe in %

RevPASH

Umsatz je verfügbarem Sitzplatz / je Stunde)
(Revenue Per Available Seat Hour – RevPASH)

Ähnlich des “Umsatz je verfügbarem Zimmer” für den Rooms Bereich gibt diese Kennzahl eine gute Aussage über den Erfolg des F&B Bereichs. Es wird der Umsatz je verfügbarem Sitzplatz pro Stunde berechnet. Die Kennzahl hilft auch bei der Personalplanung und bei der Planung des Einkaufs.

Wie berechnet man diese Kennzahl?
F&B Umsatz eines Outlets / (Anzahl verfügbarer Zimmer x Anzahl Öffnungsstunden)

ATR

Durchschnittliche Behandlungsrate (Spa)
(Average Treatment Rate – ATR)

Anhand der ATR kann ein Spa Betrieb seinen durchschnittlichen Behandlungspreis berechnen – analog des durchschnittlichen Zimmerpreises im Hotelbereich.

Wie wird die ATR berechnet?
Umsatz Spa Bereich / Anzahl verkaufter Anwendungen*

*hat ein Kunde mehrere Anwendungen gebucht, so zählt dies auch mehrfach

SUR

SPA Nutzungsquote
(SPA Utilization Ratio SUR)

Wenn ein Spa im Hotel vorhanden ist, berechnet sich aus dieser Kennzahl die Ausnutzung des Spas. Wie effizient wurden die Behandlungen genutzt?

Wie berechnet man die Kennzahl?
Stunden an verkauften Anwendungen / Stunden verfügbare Anwendungen

RevPATH

Umsatz je verfügbarer Behandlungsstunde
(Revenue Per Available Treatment Hour – RevPATH)

Diese Kennzahl ist sehr wichtig und dient dem Spa Betrieb zur Messung und Optimierung der Zeit / Öffnungszeit / Personaleinsatz.

Wie wird diese Kennzahl berechnet?
Belegung des SPA / Durchschnittlicher Umsatz

Beispiel: Sie haben ein Spa mit 10 Behandlungsräumen. Am Samstag haben Sie von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ihr Umsatz an diesem Samstag beträgt 1500 Euro bei 20 Kunden. Schritt 1 – Belegung des Spa: 10 (Räume) x 8 (Stunden geöffnet) = 80 … 20 (Kunden) / 80 = 25% // Schritt 2 – Durchschnittsumsatz: 1500 (Euro) / 20 (Kunden) = 75 Euro // Schritt 3 – Rev PATH: 75 x 25% = 18,75

SRevPOR

SPA Umsatz je belegtem Zimmer
(Spa Revenue Per Occupied Room – SRevPOR)

Diese Kennzahl gibt Auskunft über die Effizienz des Spa Bereichs. Nutzen die Gäste das Spa in Relation zu den belegten Zimmern? Aus der Kennzahl können Maßnahmen für den internen Verkauf und das Marketing abgeleitet werden.

Wie berechnet man diese Kennzahl?
Umsatz Spa Bereich / Anzahl belegter Zimmer

RevPAST

Umsatz je verfügbarem qm (Veranstaltungsbereich)
Revenue/Profit Per Available Space/Time – RevPAST)

Wenn Sie wissen möchten, wie gut Ihr Veranstaltungsbereich, Meetingbereich oder Bankettbereich ausgelastet ist, ist diese Kennzahl wichtig für Sie. Man berechnet hierzu wie viel Umsatz in einem definierten Zeitraum (oft je Tag) je qm verfügbarer Veranstaltungsfläche generiert wurde.

Wie berechnet man diese Kennzahl?
Umsatz (Veranstaltungsbereich) eines Zeitintervalls / qm (Veranstaltungsbereich)

RevPAM

Umsatz je verfügbaren Quadratmeter
(Revenue Per Available Square Meter – RevPAM)

Insbesondere für Häuser, die ihren Veranstaltungsbereich extern vermieten ist diese Kennzahl wichtig. Man kann an ihr den Erfolg der Vertriebsabteilung ablesen.

Wie berechnet man diese Kennzahl?
Umsatz / Verfügbare Anzahl qm im Veranstaltungsbereich

EBITDA

Gewinn vor Steuern, Zinsen, Amortisierung und Abschreibungen
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization – EBITDA

Die EBITDA gehört zu den wichtigsten Kennzahlen im Finanzbereich. Man kann an ihr die Profitabilität des Hotels berechnen.

Um sie zu berechnen werden die Kosten vom Umsatz vor Abzug von Steuern, Zinsaufwendungen, Amortisierung und Abschreibungen abgezogen. Man berechnet also die rein operative Leistung des Hauses ohne betriebswirtschaftliche Faktoren und Investitionen einzubeziehen.

Wie berechnet man die EBITDA?
Umsatz (vor Steuern, Zinsen, Amortisierung und Abschreibungen) – Kosten

EBITDAR

Gewinn vor Steuern, Zinsen, Amortisierung, Abschreibungen und Miete
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation, Amortization and Rent – EBITDAR

Bitte beachten Sie hierzu auch die EBITDA. Hier hingegen wird zusätzlich die Miete des Objektes herausgerechnet. Dadurch erhält man eine noch genauere Vorstellung der tatsächlichen operativen Leistung des Hotels, da oftmals Mietzahlungen zur Investitionsdeckung genutzt werden.

Wie berechnet man die EBITDAR?
Umsatz (vor Steuern, Zinsen, Amortisierung, Abschreibungen und Miete) – Kosten

GOP

Bruttobetriebsgewinn
Gross Operating Profit – GOP

Wie profitabel arbeitet das Hotel? Anhand des GOP lässt sich dieses berechnen, da nur die operativen Werte verwendet werden.

Wie berechnet man den GOP?
Operativer Umsatz – Operative Kosten

AGOP

Angepasster GOP (Gewinn)
Adjusted Gross Operating Profit – AGOP)

Hierbei werden die allgemeinen Hotel Management Kosten vom GOP abgezogen. Der AGOP berechnet sich wie folgt: GOP – Hotel Management Kosten

GOPPAR

Bruttobetriebsgewinn je verfügbarem Zimmer
Gross Operating Profit Per Available Room – GOPPAR

Eine Kennzahl zur Berechnung des Bruttobetriebsgewinns je Zimmer das in diesem Zeitraum verfügbar war. Hiermit erhalten Sie einen besonders guten Einblick in die Gesamtleistung des Hauses und können entsprechende Anpassungen vornehmen, um die unternehmerischen Ziele zu erreichen.

Wie berechnet man den GOPPAR?
GOP / Anzahl verfügbarer Zimmer

ROI

Kapitalrendite
(Return on Investment – ROI)

Alleine zu dieser Kennzahl sind Dutzende Bücher geschrieben worden. Der ROI ist sozusagen die Mutter aller Finanzkennzahlen. Es ist eine Kennzahl über die Profitabilität des Unternehmens. Es zeigt, wie viel Gewinn oder Verlust auf das eingesetzte Kapital entstanden ist. Die Zahl gibt den prozentualen Anteil zwischen Gewinn und eingesetztem Kapital an. Die Inflation wird bei dieser Kennzahl nicht berücksichtigt.

Wie berechnet man die Kennzahl?
Gewinne / Investitionen

Unter Gewinne kann man sehr unterschiedliche Werte verstehen. Es kann z.B. der Gewinn vor Steuern sein, der Gewinn vor oder nach Abschreibungen etc. Ebenso ist die Investitionssumme variabel. Sind es die zugeflossenen Geldmittel? Werden auch materielle Einsätze bewertet? Werden Subventionen berücksichtigt? Wichtig ist, dass man eine klare Definition im Unternehmen findet und diese bei allen verwandten Zahlen immer gleich verwendet.

CPOR

Kosten je belegtem Zimmer
(Cost per Occupied Room – CPOR)

Diese Kennzahl berechnet die Kosten je verkauftem (belegtem) Zimmer, um zu sehen inwieweit die Kostenstruktur angemessen ist. Diese Kennzahl ist nur bei längeren Betrachtungszeiträumen (Monate, Quartale, Jahre – auch im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum) aussagekräftig.

Wie wird die CPOR berechnet?
Kosten der Kostenstelle Rooms / Anzahl verkaufter Zimmer

PREMIUM Edition der Hotelkennzahlen

In Kürze wird es auch eine Premium Edition der Hotelkennzahlen geben. Jede Kennzahl wird hier im Detail erklärt. Zusätzlich wird es eine Excel-Datei zur Berechnung aller Kennzahlen inkl. Vergleichsmonats-Betrachtung geben.