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#310 Einen Messebesuch organisieren

Messen scheinen einen Relikt aus alten Zeiten zu sein – jedoch sind sie in vielerlei Hinsicht auch heutzutage unersetzlich. Hier einige gute Gründe für einen Messebesuch:

Gute Gründe für einen Messebesuch

  • Man kann sich über die neusten Trends informieren
  • Man sieht Produkte und Dienstleistungen, nach denen man sonst vielleicht nicht gesucht hätte, die aber sehr nützlich sind
  • Man kann neue Geschäftskontakte knüpfen
  • Man kann alte Kontakte pflegen

Ein Messebesuch macht nur wirklich Sinn, wenn man sich gut vorbereitet. Am besten, man plant seine Messebesuche daher rechtzeitig. Oftmals bedeutet ein solcher nämlich, dass man mehrere Tage einplanen, eine Hotelreservierung machen und sich Zeit nehmen muss. Im > Extra-Tipp #35 finden Sie daher die wichtigsten aktuellen (überregionalen) Fachmessen-Termine für 2020. Daneben gibt es noch eine Vielzahl an regionalen Messen (z.B. Hochzeitsmessen) die durchaus sehr interessant sein können – vielleicht sogar als Aussteller! Schauen Sie daher immer mal wieder auf die Website Ihrer Heimatmesse.

Gastronomische Messen sind oftmals spezialisiert – manche konzentrieren sich mehr auf die Hotellerie, andere auf die Gemeinschaftsverpflegung und wieder andere auf Weine oder Bioprodukte. Wählen Sie die für Sie wichtigsten Messen aus. Sicherlich gehören dabei die > Internorga in Hamburg (externer Link) und die > Intergastra in Stuttgart(externer Link) zu den bedeutensten.

Neben den Produkten auf einer Messe ist der persönliche Kontakt zu Lieferanten und Partnern einer der wichtigsten Aspekte. Machen Sie so viele Termine wie möglich und nutzen Sie die Tatsache, dass Sie alle an einem Ort zusammen haben. Bei manchen Gesprächen geht es rein um das Pflegen einer guten Beziehung, bei anderen um das Anbahnen neuer Kontakte.

Praktische Tipps für Ihren Messebesuch

  • Nehmen Sie ausreichend Visitenkarten mit.
  • Fragen Sie Ihre Lieferanten nach kostenlosen Messekarten. Sollten diese keine haben, buchen Sie Ihre Messekarten rechtzeitig, da es oftmals Frühbucherrabatte gibt.
  • Buchen Sie auch Hotels, Flug- oder Bahntickets frühzeitig. Auch hier gilt: je früher, desto preiswerter.
  • Wählen Sie ein Hotel in der Nähe der Messe bzw. mit einer guten Anbindung (Straßenbahn, U-Bahn…)
  • Fahren Sie am besten nicht mit dem eigenen Auto zur Messe, sondern nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Die Parkplätze sind oftmals riesig und Staus sind vorprogrammiert.
  • Informieren Sie sich im Vorfeld über das Rahmenprogramm und melden Sie sich rechtzeitig zu den für Sie interessanten Fachvorträgen an.
  • Nehmen Sie nur das wichtigste Infomaterial mit. Ansonsten wird man schnell “zugemüllt”. Im Zweifel reicht die Visitenkarte des Unternehmens. Alles weitere können Sie sich dann aus dem Internet ziehen.
  • Machen Sie bereits im Vorfeld Termine mit den Firmen/Personen, die Sie in jedem Fall sprechen möchten. Planen Sie dabei die oft langen Wege auf einer Messe mit ein. Versuchen Sie die Termine so zu legen, dass Sie nicht ständig zwischen 5 Riesenhallen hin und her rennen müssen.
  • Machen Sie sich im Vorhinein Gedanken zu den Gesprächsthemen mit den einzelnen Personen. Auf diese Weise können Sie nichts Wichtigtes vergessen.
  • Prüfen Sie, ob nicht auch Termine am Ort der Messe sinnvoll sein können. Wenn Sie schon einmal dort sind, könnten Sie auch gleich andere Partner besuchen.
  • Fassen Sie sich kurz. Ein Termin sollte 30 Minuten nicht überschreiten. Details können auch im Nachgang verhandelt werden.
  • Verplanen Sie nicht mehr als rund die Hälfte Ihres Aufenthaltes. Es ergeben sich ausreichend spontane Gelegenheiten (z.B. bei neuen Produktständen oder unvorhergesehenen Begegnungen)
  • Nehmen Sie ein klassisches Diktiergerät mit (bzw. nutzen Sie die Sprachnotizen auf Ihrem Handy). Auf diese Weise können Sie sich einfach und schnell Dinge merken.
  • Ganz praktisch: Bequeme Schuhe machen einen Messebesuch deutlich angenehmer 🙂
  • Wenn Sie mehrere Tage auf einer Messe sind, sollten Sie jeden Abend kurz über den Tag reflektieren, sich zusätzliche Notizen machen, unnützes Info-material entsorgen und Visitenkarten mit kurzen Gesprächsnotizen versehen.
  • Denken Sie auch an die eigene Vermarktung. Nehmen Sie Flyer Ihres Betriebes mit. Man kann nie wissen!
  • Gerne wird von Ausstellern in den Gesprächen Alkohol angeboten. Ein Messetag kann sehr anstrengend und lang sein. Messehallen sind oft stickig. Halten Sie daher Ihren Alkoholkonsum sehr in Grenzen. (Auf einer Weinmesse ist das natürlich etwas anderes)
  • Auch an die Freizeit sollten Sie denken und ggf. einen Tag dranhängen, um sich den Ort der Messe einmal anzuschauen und zu entspannen, bevor es zurück nach Hause geht.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg, interessante Gespräche und neue Impulse für Ihre Gastronomie.