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#40 Steuertipp: Betriebsweihnachtsfeier

Betriebsfeiern: Rahmenbedingungen verbessert

Die steuerlichen Rahmenbedingungen für Betriebsveranstaltungen haben sich (zum Positiven) geändert.

Bisher galt:
Maximal € 110,00 brutto pro Mitarbeiter für bis zu 2 Veranstaltungen im Jahr. Dabei wurden alle durch die Betriebsfeier entstandenen Kosten auf die teilnehmenden Mitarbeiter umgerechnet. Waren zudem Ehepartner der Mitarbeiter eingeladen, so wurden deren Kosten ebenfalls auf die Mitarbeiter umgerechnet. Beispiel: 10 Mitarbiter und deren Ehepartner (also eigentlich 20 Personen) sind im Rahmen der betrieblichen Weihnachtsfeier in eine Dinnershow gegangen. Gesamtkosten der Feier inkl. MwSt. € 1.600,00. Nun wurde dieser Betrag jedoh nur auf die 10 Mitarbeiter umgerechnet, so dass pro Mitarbeiter € 160,00 entstehen. Damit ist der gesamte Betrag (und nicht nur der Betrag über € 110,00) steuer- und sozialversicherungspflichtig geworden.

Neu ab 11/2013:
Laut einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs sind die Bedingungen deutlich verbessert worden und zwar in zweierlei Hinsicht:
1. Es werden nicht mehr alle entstandenen Kosten auf die € 110,00 Grenze angerechnet. So müssen nur solche Kosten umgerechnet werden, die sich auf “konsumierbare” Leistungen beziehen, also Speisen, Getränke, musikalische oder künstlerische Darbietungen. Nicht mehr hinzuzurechnen sind Kosten für Raummieten oder auch organisatorische Tätigkeiten eines Eventveranstalters.

Tipp: Wird die 110 EUR-Grenze pro Arbeitnehmer überschritten, kann der Arbeitgeber auch weiterhin die Kosten für die Betriebsfeier pauschal versteuern. In diesem Fall trägt der Arbeitgeber alleine 25 % Lohnsteuer. Sozialversicherungsbeiträge fallen bei der Pauschalversteuerung hingegen nicht an.

Im Zweifel fragen Sie vor der Buchung einer Feierlichkeit Ihren Steuerberater noch einmal ganz genau!
Alle Angaben ohne Gewähr!

Weitere allgemeine Informationen zum Thema Betriebsfeiern finden Sie im Abschnitt Steuern.