Skip to content

Außengastronomie: Das sollte man 2022 beachten

Tagsüber steigen die Temperaturen und die Sonne scheint. Für viele Besucher von Lokalen Grund genug, draußen Platz zu nehmen, anstatt das Innere des Lokals aufzusuchen. Gastronomen müssen beim Betrieb ihrer Außengastronomie verschiedene Vorschriften einhalten und benötigen spezielle Gastro-Möbel, die keinesfalls anderen einen Schaden zufügen dürfen. Mit den Tipps klappt es garantiert mit der Außengastronomie.

Außengastronomie auf privaten Betriebsgrundstücken

Wer zu seinem Lokal einen Außenbereich sein Eigentum nennen darf, kann sich glücklich schätzen. Dennoch ist für den Betrieb der Außengastronomie eine bauamtliche Abnahme erforderlich, denn die Bauvorschriften sind schon aus Sicherheitsgründen strikt einzuhalten. Des Weiteren kann die Brandschutzabnahme erforderlich sein, genaueres dazu teilt das städtische Bauamt mit und falls dort keine klare Auskunft erteilt wird, sollten Gastronomen mit der Feuerwehr Kontakt aufnehmen und um die Visite eines Brandschutzmeisters bitten. Weitere Sondergenehmigungen sind keinesfalls erforderlich.

Außengastronomie auf öffentlichen Grundstücken

Viele Lokale grenzen direkt an den städtischen Fußweg und verfügen über kein eigenes Grundstück für die Außengastronomie. Doch so verlockend es auch klingt, Wirte dürfen die Klapptische und Stühle nicht einfach vor ihrem Lokal im Außenbereich aufstellen. Sie benötigen immer eine Sondernutzungsgenehmigung und müssen beim städtischen Bau- und Wegeamt Betriebsunterlagen einreichen und Anträge für die Nutzungsrechte stellen. Die Stadt darf Gastronomen eine Sondergenehmigung erteilen, wenn die Sicht, Begehbarkeit und Sicherheit durch den Betrieb der Außengastronomie nicht behindert werden.

Gastromöbel für den Außenbereich

Welche Klapptische und Stühle im Außenbereich stehen, entscheidet der Betrieb. Bei der Wahl ist auf folgendes zu achten:

Die Tische und Stühle dürfen nur den genehmigten Platz einnehmen. Zwischen den Sitzplätzen ist ein Mindestabstand einzuhalten, der den Gästen während ihres Besuches die Bewegungsfreiheit gewährt. Die Möbel für die Außengastronomie müssen alle Sicherheitsaspekte erfüllen. Die Möbel sind so zu befestigen, sodass sie bei einem Unwetter nicht vom Platz rutschen oder fliegen können und dadurch eine Gefahr für den öffentlichen Verkehr und die Gäste darstellen.

Sonnenschirme dienen dem Sonnenschutz und sind auch an Regentagen ein guter Schutz vor dem Regenwasser, auch sie sind zu sichern, da sie umkippen können. Die Gastromöbel sollten immer abwaschbar sein, das erleichtert die Reinigung und verlängert die Nutzungszeit.

Ruhezeiten und Müllentsorgung

Gäste in der Außengastronomie müssen sich so verhalten, dass Anwohner und andere Gewerbebetreibende sich nicht gestört fühlen. Die Lautstärke aller Besucher darf nicht dauerhaft 45 Dezibel überschreiten, mit der Ausnahme eines Gewerbegebiets, dort sind 50 Dezibel erlaubt. Die Nachtruhe wird durch die kommunalen Verwaltungen geregelt, in der Regel ist an den Werktagen die Außengastronomie nur in der Tageszeit zwischen 6.00 und 22.00 Uhr genehmigt. An den Wochenenden kann die Zeit bis Mitternacht gültig sein. Genaueres dazu teilt die jeweilige Stadtverwaltung mit.

Die Betriebe sind dazu aufgefordert, dass Gerüche durch die Essenszubereitung gefiltert werden, sodass diese nicht in die Nachbarimmobilien einziehen. Auch das Rauchen der Kunden im Außenbereich ist zu limitieren, wenngleich das Rauchen im Außenbereich nicht untersagt werden kann. Verschiedene Gerichtsurteile belegen, dass Gastronomen bereits abgestraft wurden, dessen Kunden keine Rücksicht auf Nichtraucher nahmen.

Den Gästen sind ausreichende Entsorgungsbehälter für Abfälle bereitzustellen. Die Servicekräfte müssen dafür sorgen, dass der Abfall der Gastronomie sich nicht im öffentlichen Raum verteilt. Essensreste locken Ungeziefer an und können zu einem ernst zu nehmenden Problem werden. Wirte dürfen sich nicht automatisch darauf verlassen, dass die Gäste die Bitten, den Abfall fachgerecht zu entsorgen, einhalten und müssen deshalb selbstständig mehrmals während der Betriebszeit kontrollieren, ob Abfall zu entsorgen ist.